KSA und Handys im Kulturcafé

Alisal, Aleksander, Christina, 01.11.2015

So viel wird über Flüchtlinge geschrieben, so viel gelesen, so viel spekuliert, aber selten wirklich erlebt. Aber in manchen Orten und für manche Menschen gehören sie seit vielen Monaten zu ihrer (fast) alltäglichen Realität. Zum Beispiel im Jugendzentrum an der Baumgasse, in welcher sich die Gruppe für Deutsch ohne Grenzen regelmäßig trifft.

 

Heute fand das Kulturcafé statt. In einem großen Raum mit vielen Sofas und Spielen, einer Bar und einem TV, mit vielen netten Details von Fotos bis kleinen Zeichnungen und Plakaten empfang uns zuerst Geri, der uns eine kleine Einführung in die Arbeit von Deutsch ohne Grenzen gab und was uns erwarten wird. Das Prinzip ist einfach: nicht alles immer zu ernst nehmen und Deutsch lernen. Wichtig dabei ist, dass man hierbei nicht nur eine Sprache lernt, sondern sich auch gegenseitig kennen und verstehen. Das hier ist kein Unterricht mit dem Verhältnis von LehrerInnen zu Schülern, sondern hier treffen sich Freunde. Und genauso empfanden wird es. Die Menschen trudelten ein (wem schulische Pünktlichkeit wichtig ist, ist hier fehl am Platz), setzten sich in einem Kreis auf den Sofas zum Plaudern und manche spielten Tischfußball –wie in jedem Jugendzentrum eben. Man kennt sich hier, niemand scheint neu oder nervös zu sein, außer wir drei vielleicht. Jene die sich auf den Sofas im Kreis setzten, redeten über ein bestimmtes vorher vom Team extra für uns ausgewähltes Thema, dem Handy. Es war aber keineswegs ein ernster Lesekreis, es wurde gelacht und sich gegenseitig aufgezogen, und wer keine Lust mehr zum Reden hatte, konnte auch etwas anderes tun. Auch das Thema selbst wurde irgendwann Nebensache, da man immer wieder abschweifte. Wie viel und wie gut sich die Anwesenden in das Gespräch einbanden, war unterschiedlich. Was ihnen allen aber gleich war, war das Interesse zu lernen vom jeweils anderen. Dies gilt auch für die Personen die bei Deutsch ohne Grenzen freiwillige Arbeit leisten. Für die Herzlichkeit mit welcher wir eingeladen waren, an diesem Lernen teilzunehmen, dafür möchten wir uns bedanken, wir haben uns sehr wohl gefühlt, dazugelernt und es war wunderbar diese Dynamik miterleben zu können.

Liebste Grüße und auf ein baldiges Wiedersehen. Alisal, Aleksander, Cristina

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